Projekt: Duell an Pfanne und Ball

Das Projekt wurde als Ferienprojekt gestartet und hat das Ziel, die Kinder und
Jugendlichen über das Jahr hinaus für beide Themen zu begeistern. Das Projekt wird in 2 grobe Bereiche unterteilt: Ernährung und Sport.
Im ersten Bereich (Ernährung) veranstalten wir einen gemeinsamen Tag in der Küche, wo alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich in neuen Sachen auszuprobieren. Bevor das gemeinsame Kochen beginnt, gehen wir zusammen einkaufen. Welche Sachen
gekauft werden, entscheiden die Kinder und Jugendlichen selbst (Soll es die "teurere
Bioware" sein?). Auch das finanzielle Kontingent dürfen sie dabei nicht überschreiten. Sie müssen gemeinsam entscheiden, was sie kochen wollen, welche Sachen sie dazu
brauchen und ob sie sich diese auch leisten können. Die Auswahl der Produkte fördert
besonders die Humankompetenz, da selbst entschieden wird, "Was will ich essen?".
Nach einer allgemeinen Belehrung über die Hygiene und Sicherheit innerhalb der
Küche beginnt das Kochen. Das gemeinsame Kochen stärkt die Sozialkompetenz aller
„Jungköche“. Diese wird weiterhin gestärkt, durch das gemeinsame Essen danach. Das
Essen bietet die Möglichkeit, sich über verschiedene Meinungen und Erfahrungen
auszutauschen. Das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe wird gestärkt (Gemeinsam haben wir das geschafft !).
Damit die Kalorien im Zaum gehalten werden, besuchen wir regelmäßig Sportstätten
in der Umgebung. Bei widrigen Wetterbedingungen bietet die Muldentalhalle in
Grimma einige Möglichkeiten. Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit
verschiedene Sportarten auszutesten und durchzuführen. An der Kletterwand können sie ihre Stärke beweisen und müssen ihrem Partner vertrauen, der sie sichert
(Sozialkompetenz). Alle Teilnehmer sind von einem Fachpersonal eingewiesen!
Für jeden ist etwas dabei, womit er sich vergnügen kann.Die Anregungen der Kinder-
und Jugendhausbesucher werden wir bei unserem Jahresprojekt berücksichtigen und
versuchen, auf jeden einzelnen Wunsch einzugehen. Insbesondere sind bislang geplant:
Squash, ein Volleyballturnier, Besuche im Riff und Sachsentherme, Bowling,
Schwimmen in den naheliegenden Seen , die wöchentliche Turnhallennutzung an der
Belgershainer Grundschule und nicht zu vergessen, unsere wöchentliche Fitnessgruppe „Tanzen nach lateinamerikanischer Musik“.

Fotoprojekt

Das Projekt bietet die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche ihre Kreativität
weiterentwickeln können. Eine Digitalkamera als Medium dient dazu, verschiedene
Sichtweisen und Perspektiven zu erkennen und festzuhalten. Es ist notwendig seine
Umwelt genauer wahrzunehmen, damit der Perspektivwechsel gelingt. Die Räume des
Kinder- und Jugendhauses können genauso wie das umliegende Gelände genutzt
werden. Ein positiver Effekt ist das Erkunden bzw. Erforschen der Gemeinde
Belgershain. Das fotografieren anderer Personen ist natürlich erlaubt und erwünscht
(Erlaubnis zum Fotografieren der Personen ist vorhanden). Die soziale Kompetenz wird dabei gefördert, da beide bzw. mehrere Personen zusammenarbeiten. Ziel kann es auch sein, dargestellte Gefühle des Gegenübers zu fotografieren. Kinder und Jugendliche
finden sich in einer komplexen Welt voller neuer und teilweise unbekannter Gefühle
wieder. Sie müssen lernen, diese zu kontrollieren und eindeutig zu erkennen.
"Außenwirkung" ist hier das Schlagwort.

Alle Bilder werden an einem Computer  angeschaut und eine Auswahl ausgedruckt.
Die ausgedruckten Bilder sind Grundlage zu einem Gespräch über das Thema. Alle
Teilnehmer haben die Möglichkeit ihre Meinung und Kritik darzulegen. Die oben
Erwähnte "Außenwirkung" kann nun selbst gesehen werden und zeigt den Kindern und Jugendlichen "wie sie von anderen gesehen werden".

Die ausgedruckten Fotos werden im Jugendhaus ausgehangen und eine Auswahl auf der Internetseite veröffentlicht (nach Absprache der Teilnehmer). Sie sollen später zum
Reden und Nachdenken animieren. Desweiteren sollen sie die Neugier anderer Kinder
und Jugendlichen wecken, sowie schöne Erinnerungen für die Fotographen sein.


Projekt: Hör mal, wer da hämmert!

Über 5 Jahre ist es nun her, dass unser Kinder- und Jugendhaus renoviert wurde. In dieser Zeit verließen einige Jugendliche unser Haus und viele neue Persönlichkeiten stießen zu uns. Zahlreiche Ideen und vielfältige Interessen flossen auf unsere Einrichtung ein. Damit ist die Zeit für eine Neugestaltung gekommen!
Ziel ist es, mit Hilfe der Kinder und Jugendlichen die Aufenthaltsräume des Kinder- und Jugendhauses neu zu gestalten. Begonnen wird mit der Ideensammlung und deren Umsetzung, wie die Gestaltung erfolgen soll. Nachdem wir uns entschieden haben, geht es an den Einkauf. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich im Baumarkt zurecht finden, um die passenden Materialien zu beschaffen. Die Farbe wird von einem örtlichen Unternehmen gespendet. Doch die Farbe ist nicht alles, denn das Unternehmen schickt einen Fachmann, der die Teilnehmer in die Welt des Streichens einweist. Und vielleicht entdeckt der Ein oder Andere sogar die Freude daran und ein neuer Berufswunsch ist entstanden. Die Anweisungen und Ratschläge fördern die Fachkompetenz, denn richtiges und sicheres Handwerken will gelernt sein. Neben den Malerarbeiten entstehen zusätzlich neue Regale, um Platz für Spiele und Geräte zu schaffen. Das Helfen untereinander steigert die Sozialkompetenz aller. Es wird erkannt, dass man ohne Unterstützung bestimmte Projekte (z.B. den Bau eines Regales)  nicht tragen kann. Das WIR-Gefühl nimmt zu, da jeder seine Stärken  innerhalb der Gruppe ausspielen kann.
Die neugestalteten Räume bieten mehr Vertrautheit und das Wohlbefinden wächst. Mit der Partizipation der Kinder und Jugendlichen, zeigen wir ihnen, dass wir auf ihre Meinung großen Wert legen. Ihnen soll damit bewusst gemacht werden, dass es nicht nur Räume sind, in denen sie sich aufhalten können, sondern Räume, die sie gestalten und variieren können. Denn nur wenn sie sich wohlfühlen, kommen sie auch gern zu uns.
Die Neugestaltung erfolgt in einer gemeinsamen Aktion, die sich über einen Tag erstreckt. Durch die zahlreichen Helfer ist das Projekt auch zu bewältigen, denn es heißt nicht ohne Grund: „Viele Hände, schnelles Ende!“